Südbrasilien
- Santa Catarina
Entdecken Sie wohl eine der schönsten Regionen von Brasilien:
Das in Europa unbekannte "Südbrasilien". Für alle die gerne in einer kleinen Gruppe reisen und neue Leute kennenlernen möchten, die die Natur und ein fast unentdecktes Land hautnah erleben, sich aktiv betätigen aber auch entspannen wollen - für all jene wurde diese Reise konzipiert! Die Verbundenheit zur Natur steht dabei im Vordergrund. Wir zeigen Ihnen Plätze, die ein "Normaltourist" nicht zu sehen bekommt! Auf dieser Reise erleben Sie die Natur - den Atlantischen Regenwald und die Serra Catarinense - aus unterschiedlichen Perspektiven und auf vielfältige Weise: zu Fuß, per Kajak und mit dem Pferd.
Geschichte: Ein etwas anderes Brasilien
Schönes Santa Catarina
Während der ersten zwei Jahrhunderte der brasilianischen Kolonialgeschichte
lag Santa Catarina am Rande der Ereignisse. In dieser Zeit lebten im heutigen Santa
Catarina vorwiegend Indios und nur einige Abenteurer, Seeleute und Militär
hielten sich vorübergehend hier auf. Im Laufe des 17. Jahrhunderts gründeten
Abenteurer und Eroberer aus São Paulo, die sogenannten Bandeirantes, drei
Ortschaften - São Francisco do Sul, Desterro (das heutige Florianópolis,
und Santo Antônio de Laguna) - und mit ihnen kamen auch die ersten Schwarzen.
Aber die Besiedelung des Landstrichs begann erst hundert Jahre später, als
ab 1748 die Einwanderer von den Azoreninseln ankamen. Die Azorianer ließen
sich an der Küste nieder. Das Landesinnere wurde ab dem 19. Jahrhundert - durch
nacheinander folgende Wellen - europäischer Einwanderer besiedelt.
Deutsche, Italiener, Polen, Ukrainer, Norweger und andere mußten gegen die
wilde Natur kämpfen, ihren Lebensunterhalt mit ihrer Landwirtschaft bestreiten
und entwickelten dabei starken Unternehmungsgeist. Im 20.Jahrhundert kamen neben
weiteren europäischen Volksgruppen auch asiatisch- und arabischstämmig
Personen, die zusammen mit Brasilianern aus anderen Regionen ihre Träume und
Hoffnungen in Santa Catarina zu verwirklichen wünschten. Aufgrund der spezifischen
Einwanderungssituation ist in Santa Catarina die ethnische Zusammensetzung vielfältiger
als in anderen Bundesstaaten des Landes - der kulturelle Reichtum dieses ethnischen
Amalgams überrascht einen immer wieder!
Wo liegt eigentlich "Estaleiro"?
| Strand von Estaleiro |
Wie weit ist es bis zur nächstgrößeren Stadt?
Die nächstgrößere Stadt ist Balénario Camboriú (nur 10 km von Estaleiro entfernt) - seit Ende der 70er Jahre ein Mini-Copacabana mit Nachtclubs und einer Strand-Avenida mit Namen Atlantica: Auf diesen 12 Kilometern Nobelstrand ist das Leben hektisch bis chaotisch während des Sommers (Dezember - Maerz) - 24 Stunden lang. Hier versammeln sich betuchte Paulistas, Argentinier und Paraguayer, die den Sommer in den palastähnlichen Appartement-Hochhäusern am Strand verbringen.
Der Badeort liegt an der Mündung des Flusses
| Balneario Camboriu |
Die Hauptattraktion von Camboriú sind seine Strände, die durch die Avenida Atlantica begrenzt werden. Diese und die vielen Strandbars und Cafés sind "der" Treffpunkt der Stadt. Die neueste Attraktion ist der 33 Meter hohe Cristo Luz, von dem man einen traumhaften Ausblick hat. Ab Estaleiro fahren stündlich Busse nach Balnéario Camboriú! Wer also Remi-demi haben moechte und auch nicht aufs Nachtleben verzichten will, kommt hier voll auf seine Kosten;-)
| Mata Atlantica |
Zwar ist die "Mata Atlantica" wesentlich kleiner als der größte unter den brasilianischen Regenwäldern weiter nördlich im Amazonasgebiet. Doch sie gilt als interessanter. Der atlantische Regenwald wogt über die Hügelketten an der Küste Brasiliens, ungezählte Flußläufe und Wasserfälle durchpflügen das grünliche Dickicht. Biologen haben hier eine weit höhere Artenvielfalt bei Flora und Fauna als im Amanzonasgebiet ausgemacht - Bromelien, Orchideen, Faune und Palmen sprießen hier wie Unkraut. Viel ist von der einst mächtigen Mata Atlantica nicht mehr geblieben: Ganze vier Prozent des ursprünglichen Waldes, der sich an der Atlantikküste Brasiliens von der Südgrenze bis weit nördlich von Sao Paulo erstreckte, stehen heute noch.
Serra Catarinense und die Gaucho-Tradition
Araukarienwälder, üppige grüne Täler, einsame Wasserfälle, glasklare Flüsse und imposante Schluchten, die sich durch die Serra Catarinense winden, bieten sich den Blicken der Besucher dar. In dieser spektakulären Naturlandschaft setzt die Gaucho-Tradition ihre Markenzeichen: Wettergegerbte Cowboys treiben hier riesige Rinderherden und beweisen sich auf den zahlreichen Rodeos. Die Gauchos tragen ihre traditionellen Hüte, weite Hosen, Halstücher und Lederstiefel. Auch in ihren Trinkgewohnheiten unterscheiden sich die Gauchos von den restlichen Brasilianern: In einem Land, das zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt zählt, trinken sie traditionell aus kleinen Kürbisaklebassen Mate-Tee, den Chimarrao.



